Trinkwasser
 

Kostendeckende Wasserversorger

Leitungsnetz muss Tagesspitzen genügen

Die Wasserversorger arbeiten kostendeckend statt gewinnorientiert. Die Gebühren müssen die Kosten der Wasserversorgung langfristig decken. Das Kostspielige an der Wasserversorgung ist die Infrastruktur – das Kostbare ist das Trinkwasser.

Der Wasserpreis muss "kostenecht" sein

Alle Kosten, welche bei den Wasserversorgungen anfallen, müssen durch den Erlös des Wasserverkaufs gedeckt werden. Trinkwasser darf demnach nicht subventioniert sein.

In der Regel sind Wasserversorgungen komplexe Betriebe mit einer kostspieligen Infrastruktur, welche Gebäude, Fassungsanlagen, Reservoire und ein weitverzweigtes Rohrleitungsnetz umfassen. Die anfallenden Kosten verteilen sich auf den Betrieb und Unterhalt, auf Erneuerungsbauten und auf die Löhne des Fachpersonals.

Kosten verursachergerecht verteilen

Gebühren decken die Instandhaltung

Was bedeutet verursachergerechte Kostenverteilung in der Wasserversorgung?

Die Betriebe müssen auf den Tages-Spitzenverbrauch an Trinkwasser ausgelegt sein, was zur Folge hat, dass die Infrastruktur auf einem hohen Niveau gehalten werden muss. Zusätzlich muss die Wasserversorgung auch den Löschsschutz garantieren. Das heisst, sie muss überall und zu jeder Zeit genügend Löschwasser zur Verfügung stellen können. All dies ergibt hohe Fixkosten vor allem im Leitungsbau und in der Instandhaltung des Verteilnetzes.

Aus diesem Grund sind die Kosten der Wasserversorgungsbetriebe weitgehend unabhängig vom effektiven Wasserverbrauch. Für den einzelnen Bezügerer basiert der Wasserpreis deshalb auf einer fixen Grundgebühr für die Inanspruchnahme der Infrastruktur und einer variablen Mengengebühr für das tatsächlich konsumierte Wasser. Der SVGW empfiehlt eine Fixgebühr von 50 bis 80%. 

Wasser sparen?

Wasser sparen, heisst nicht unbedingt Geld sparen

Durch die hohen Fixkosten hat Wassersparen für den Verbraucher nicht die erhofften finanziellen Konsequenzen. Sinkt nämlich der Wasserverbrauch im Versorgungsgebiet insgesamt, wälzen sich für die Gesamtgebühren die hohen Fixkosten auf eine kleinere Wasserabgabemenge ab. Dies bedeutet, dass - Fixkosten und variable Kosten zusammengerechnet - der Preis pro Kubikmeter Wasser sich erhöht. Durch Wassersparen lässt sich deshalb kaum Geld sparen.

Warmwasser sparen lohnt sich!

Das Sparen lohnt sich jedoch beim Warmwasserverbrauch sowohl aus ökologischer wie auch aus ökonomischer Sicht. Das Aufwärmen des Wassers verbraucht 150x mehr Energie als im Kaltwasser steckt. Diese ist einerseits teuer und stammt anderseits oft aus nicht erneuerbaren Quellen. Deshalb ist beispielsweise (kurzes) Duschen statt Baden zu empfehlen. Im Fachhandel gibt es zusätzlich verschiedene Sparbrausen. 

2018 SVGW | Created by medialink | Performed by iteam